Rundbrief 2

Am 25. und 26. Oktober trafen sich die OP4RE-Projektmanagement-Gruppe, weitere Mitarbeiter aus den beteiligten Institutionen und eine Reihe von eingeladenen Referenten zu ihrem ersten transnationalen Treffen in der Vrije Universiteit Amsterdam.

Das Treffen war lebhaft und es wurden eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der Einrichtung, den angestrebten Ergebnissen und den zu erwartenden Schwierigkeiten des Projekts erörtert.

Wir haben viel von der Präsentation von Lex Sietses von SURFnet aus den Niederlanden gelernt. Lex seine Präsentation finden Sie hier: https://cloud.swivl.com/v/97092479f18197382e04545765f38efb und https://cloud.swivl.com/v/ee5048f14859f5f145cc26fb99ade7ee. Lex hat ein Weißbuch zur Online-Fernprüfung im Kontext der Hochschulbildung mit Schwerpunkt auf Fragen des Datenschutzes verfasst. Lex machte sehr deutlich, dass die Privatsphäre ist von größter Bedeutung, wie Remote-Video-Capture und Speicherung von Einzelpersonen und die Installation von Software befasst sich mit hochsensiblen persönlichen Daten. Der Einsatz von Online-Remote-Proctoring ist aus Sicht des Datenschutzes durchaus möglich, allerdings müssen eine Reihe von Bedingungen berücksichtigt werden, die den erstmaligen Einsatz einschränken können. Seine Präsentation und Arbeit verschafft dem Projekt einen Vorsprung für unseren Intellectual Output in Bezug auf die Datenschutzbestimmungen.

Aus Diskussionen über Sicherheitsfragen bei der Fernüberprüfung haben wir gelernt, dass wir mehrere Untersuchungslinien verfolgen müssen. Erstens muss das Projekt in die Beschreibung eintauchen, wie die institutionelle Privatsphäre, Sicherheit, Informationssicherheit, Sicherheitsrichtlinien, Risikobewertung und Risikoakzeptanz der Verfahren des obersten Leitungsgremiums einer Institution organisiert ist. Anschließend kann beschrieben werden, wie die Online-Fernprüfung in diese Verfahren und Richtlinien passt. Zweitens können Sicherheitsfragen auf verschiedenen Ebenen, Akteuren und Konfigurationen in den technischen Aufsichtssystemen identifiziert werden. Welche Themen sind das und wie lassen sich Sicherheitsrisiken im Hinblick auf institutionelle Sicherheitspolitiken am besten testen und beschreiben? Drittens können Sicherheitsprobleme und Betrug auch im Test-Entwicklungs- und Test-Durchführungs-, Proctoring- und Test-Analyse-Prozess identifiziert werden. Viertens muss angesichts der Ergebnisse solcher Folgenabschätzungen ein Vergleich mit den derzeitigen Papier-Bleistift-Prüfungsverfahren angestellt werden, um eine Ausgangsbasis für den Vergleich des Online-Fernüberwachungsverfahrens zu schaffen. Diese Zeilen der Anfrage alle Formularausgabe des OP4RE Projektes.

Eine Diskussion unter der Leitung von Marinke Sussenbach von der Technischen Universität Delft zeigte, dass es schwierig ist, die erworbenen Credits von Massive Open Online Courses (MOOC) in akkreditierten Bildungssystemen zu vergeben und zu nutzen. Sie stellte den Fall der Technischen Universität Delft vor, die mit einer begrenzten Anzahl von Spitzenuniversitäten ein Trust-System für die Anerkennung von Studienleistungen einzurichten versucht. Ihre Präsentation ist hier zu finden: https://cloud.swivl.com/v/394d80f17ac3dbbd9a4d20e54465583e (leider war die Tonaufnahme schlecht). Ihr Vortrag gab Denkanstöße für den Intellectual Output 1, in dem Experimente zur Anerkennung von MOOC-Credits im Hochschulkontext durchgeführt werden.

Die Projektbeteiligten einigten sich darauf, einen ersten Bericht zu erstellen, in dem der aktuelle Stand der Dinge zur Online-Fernprüfung im Hochschulbereich als Grundlage für den weiteren Maßnahmenplan innerhalb des Projektes beschrieben wird.

Die Diskussionen und Informationen, die während des ersten transnationalen Treffens gesammelt wurden, werden genutzt, um den Arbeitsplan für das Projekt weiter zu präzisieren. Wir möchten Sie bereits jetzt darüber informieren, dass wir eine Reihe von assoziierten Partnern auswählen werden, die an der Qualitätssicherung der Experimente und Ergebnisse des Projekts beteiligt sind.

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